Aufgrund seines mediterran-humiden Klimas mit den höchsten Niederschlagsmengen Tunesiens beheimatet das Kroumir-Bergland einen der vielfältigsten und am besten erhaltenen Eichenwaldkomplexe des gesamten Mittelmeerraums. Die ausgedehnten, insgesamt zwischen 100.000 und 140.000 Hektar großen Waldareale sind durch Korkeichen und Zenneichen geprägt. Dazu kommen – je nach Lage und Niederschlagsmenge – Steineiche, Kermeseiche sowie die seltene einheimische Algerische Eiche. Die teils urwaldartigen Waldgebiete bieten einen Lebensraum für eine ebenso reichhaltige Fauna und Flora, darunter seltene Vogelarten sowie zahlreiche, in Europa noch wenig bekannte Blumen, Heil- und Aromapflanzen.

Die Kroumirie gehört zum nordafrikanischen Atlas, der wegen seiner Vielfalt an Pflanzen- und Tierarten zu den weltweiten „Hotspots“ der biologischen Vielfalt zählt.

Allein der einzige Nationalpark der Kroumirie, El Feija, beherbergt auf einer Fläche von nur 2.600 Hektar bereits 25 Säugetier-, 70 Vogel- und über 20 Reptilienarten, unter anderem Berbereidechse, Eleonorenfalke, Goldschakal, Stachelschwein, Vipernatter und Zwergadler. Das als UNESCO-Weltkulturerbe vorgeschlagene Naturreservat ist zudem der letzte und damit bedeutendste Lebensraum für die einzige in Afrika endemische Hirschart, den Berber- oder Atlas-Hirsch.

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